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Warum ein Betreuungsbeauftragter?

Stationäre Einrichtungen wie Kliniken, Senioreneinrichtungen und Behinderteneinrichtungen sind ständig mit Fragen rund um das Betreuungsrecht konfrontiert:

Bei Unterbringungen und freiheitsentziehenden Maßnahmen hat die Einrichtung schon aus Haftungsgründen dafür zu sorgen, dass die Betreuer oder die Vorsorgebevollmächtigten die betreuungsgerichtlichen Anträge stellen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wegen Freiheitsberaubung Strafanzeige gestellt wird.

Bei einwilligungsfähigen Patienten/ Bewohnern stellt sich die Frage, ob der Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigte überhaupt in Entscheidungen miteinzubeziehen ist?

Kann auch im Falle einer eingerichteten Betreuung die Einrichtung anderen Angehörigen Auskünfte erteilen? Oder besteht Datenschutz? 

Der Betreuungsbeauftragte  wird von der jeweiligen Einrichtung, in der er angestellt ist, ausgewählt. Er absolviert einen Lehrgang, den er mit einem Zertifikat abschließt. In diesem Lehrgang erwirbt er das notwendige Wissen, das er an Mitarbeiter in der Einrichtung weitergibt.

Er ist zuständig bei der Anregung einer Betreuung gegenüber der Betreuungsbehörde oder dem Betreuungsgericht. Er ist bei Unterbringungen auf geschlossenen Stationen oder Wohngruppen Ansprechpartner gegenüber Richtern, Sachverständigen, Betreuern, Bevollmächtigten.

Er prüft hinsichtlich freiheitsentziehender Maßnahmen (Fixierung, Bettgitter, Tischsteckbrett, Bandagen usw.) , ob die Einrichtung noch up to date ist oder ob neue Wege zu einer „fixierungsfreien Einrichtung“ möglich sind.

In kleineren Einrichtungen ist der Betreuungsbeauftragte meistens der Heimleiter oder Geschäftsführer selbst. Größere Einrichtungen mit Zertifizierung bestimmen eher einen geeigneten Mitarbeiter, der in der Lage ist, sich auf juristische Sachverhalte einzulassen.

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