Sie erreichen uns
Mo. bis Do. von 9.00 bis 12.00 Uhr
und von 14.00 bis 17.00 Uhr
Fr. 9.00 bis 12.00 Uhr
Seminare Recht & Kommunikation - praxisnah, fundiert, wegweisend

Wer kann Verfahrensbeistand werden?

Gesetzliche Anforderungen an die Qualifikation des berufsmäßigen Verfahrensbeistandes gibt es nicht. Es bleibt dem Familiengericht überlassen, im konkreten Einzelfall eine geeignete Person auszuwählen. Rechtliche Kenntnisse werden vorausgesetzt. Psychologisch-pädagogische Kenntnisse sind wünschenswert. Kommunikative Fähigkeiten im Hinblick auf -ggf. stark traumatisierte Kinder- sind in besonderem Maße erforderlich. Die Fähigkeit zur Verständigung hat der Verfahrensbeistand dann in sachdienliche Verfahrenshandlungen umzusetzen.

Sowohl der anwaltliche Verfahrensbeistand als auch der Psychologe, Pädagoge, Sozialpädagoge, Mediator, Erzieher oder Berufsbetreuer sollten insbesondere über eine hohe Sozialkompetenz verfügen.

Die meisten Familiengerichte verlangen von Neubewerbern den Nachweis von Fortbildungen zum Verfahrensbeistand.

Eignung zum Berufsverfahrensbeistand
Den Familiengerichten ist es überlassen, Personen auszuwählen, die sich im konkreten Einzelfall zum Verfahrensbeistand eignen. Entscheidend kommt es auf die Fähigkeit zur Verständigung mit den Betroffenen einerseits und zur Umsetzung von dessen Interessen in sachdienliche Verfahrenshandlungen andererseits an. Beides kann jeweils so kompliziert liegen, dass es eine Ausbildung erfordert, muss dies aber nicht. Sollen z.B. die Vorstellungen eines Kleinkindes erforscht werden, sind hierfür detaillierte Kenntnisse der kindlichen Psyche notwendig. Für die Verständigung mit einem normal gereiften Jugendlichen braucht das nicht der Fall zu sein. Umgekehrt können so schwierige Rechtsprobleme vorliegen, dass nur von einem Juristen sachdienliche Verfahrenshandlungen erwartet werden können. In anderen Verfahren stellen sich schwierige Rechtsfragen nicht.
Die örtlichen Gepflogenheiten sind überaus unterschiedlich. Manche Familiengerichte bestellen niemals, andere ausschließlich Rechtsanwälte. Mancherorts existieren wiederum Vereine, die mit den örtlichen Gerichten in diesem Bereich zusammenarbeiten.

Die Führung von Verfahrensbeistandschaften wird ganz überwiegend als Nebentätigkeit, nicht im Hauptberuf ausgeübt. Oft sind Verfahrensbeistände im Hauptberuf Betreuer, Vormünder, Rechtsanwälte oder Therapeuten. Mit der Reform dürften auch andere soziale Berufe wie Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Erzieherinnen, Mitarbeiter für Jugendhilfeeinrichtungen u.a. verstärkt bestellt werden.

Wenn Sie an einer Fortbildung zum Verfahrensbeistand interessiert sind, finden Sie hier entsprechende Seminarangebote.

Unsere Seminare für Neueinsteiger