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Wer wird Vorsorgebevollmächtigter?

In der Praxis werden ganz überwiegend Angehörige und/oder  Eheleute zum Vorsorgebevollmächtigten bestellt. Das erforderliche Vertrauen ist dabei die wichtigste Voraussetzung. Im Familienbereich werden die Vorsorgevollmachten regelmäßig ohne Entgelt geführt.

Immer mehr Betroffene haben jedoch keine eigenen Angehörigen oder diese genießen nicht das erforderliche Vertrauen. Dann wird einer außenstehenden Person des Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilt. Der Betroffene hat dann selbst die Person seines Vertrauens ausgewählt und läuft nicht Gefahr, dass er später einmal vom Vormundschaftsgericht einen fremden Betreuer vorgesetzt bekommt Eine gesetzliche Betreuung wird durch die Vorsorgevollmacht vermieden.

Das Innenverhältnis  zwischen dem Vollmachtgeber  und dem Bevollmächtigten wird in einem Geschäftsbesorgungsvertrag geregelt. Umfassende Rechts- und Geschäftsbesorgung dürfen derzeit nur Rechtsanwälte und Rechtsbeistände ausüben. Für Rechtsanwälte eröffnet sich hier aufgrund der demographischen Entwicklung ein immenses Geschäftsfeld.

Andere Berufsgruppen, die Vorsorgevollmachten geschäftsmäßig führen wollen -z.B. Steuerberater, Berufsbetreuer, Banken usw. müssen im Innenverhältnis klar regeln, dass keine Rechtsbesorgung übernommen wird (Rechtsdienstleistungsgesetz!).

Rechtsanwälte, die das Vertrauen ihres Mandanten genießen, werden oftmals auch im Todesfall zum Testamentsvollstrecker bestellt.

Der Bevollmächtigte wird im Gegensatz zum gesetzlichen Betreuer nicht vom Vormundschaftsgericht kontrolliert Nach dem Tod des Vollmachtgebers muss der Bevollmächtigte jedoch damit rechnen, den Erben Rechenschaft abzulegen.

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