Hypothesen und Diagnosen im sozialpädagogischen Handeln
Inhalt
Dieses Seminar richtet sich an Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit, Pädagogik und Psychologie, insbesondere aus Kitas, Schulen, Jugendämtern, Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen, die ihr professionelles Handeln im Bereich Beobachtung, Deutung und Fallverstehen reflektieren und vertiefen wollen und die sich mit den Abgrenzungen zu den Professionen insbesondere der Medizin und der Psychologie in Bezug auf Hypothesen und Diagnosen beschäftigen möchten.
Im sozialpädagogischen Alltag sind Fachkräfte ständig gefordert, komplexe Situationen einzuschätzen und Entscheidungen zu treffen. In Kitas, in Schulen, in Beratungsstellen oder den Hilfen zur Erziehung. Hypothesenbildung und Diagnostik sind dabei zentrale Instrumente, um Handlungen zu begründen, zu planen und transparent zu machen. Manchmal passieren diese auch außerhalb der eigenen Profession, vorschnell und ohne berufliche Berechtigung.
Das Seminar vermittelt praxisnah, wie Hypothesen entstehen, wie sie überprüft und weiterentwickelt werden können – und wie sich dies von den Hypothesen und Diagnostiken anderer Professionen abgrenzt. Thematisch werden sowohl berechtigte Hypothesen / Diagnosen betrachtet und entwickelt als auch die unberechtigten entlarvt. Sicherheit im eigenen beruflichen Alltag ist das Ziel, welches gleichzeitig Rechtssicherheit bedeutet.
Schwerpunkte:
- Unterschied zwischen Alltagsdeutung, Hypothese und Diagnose
- Bedeutung und Bildung von Hypothesen im pädagogischen Arbeiten und deren Formulierungen
- Professionelle Haltung: Offenheit, Vorläufigkeit, Reflexion und die Bedeutung des konstruktivistischen Denkens auf Hypothesen
- Methoden zur Hypothesenbildung im Team (z. B. Fallbesprechung, systemische Fragetechniken)
- Grenzen und Chancen pädagogischer Diagnostik
- Klare Abgrenzung zu anderen Professionen – erlaubt versus nicht erlaubt
- Transfer in den eigenen Arbeitskontext
Ziel der Veranstaltung: Die Teilnehmenden reflektieren ihr eigenes Vorgehen bei Einschätzungen und Fallverstehen. Sie lernen strukturierte Methoden zur Hypothesenbildung kennen und unterscheiden zwischen diagnostischem und interpretativem Handeln. Ziel ist ein sicheres Wissen um die Berechtigungen der Pädagogik und das Kennen der deutlichen Abgrenzungen zwischen den Professionen Medizin, Psychologie und Pädagogik. Dabei entsteht Sicherheit auch im professionellen Austausch über Fälle.
Teilnahmebescheinigung
Nach Seminarende erhalten alle Teilnehmer innerhalb einer Woche eine Teilnahmebescheinigung per Email.
Ablauf
Das Seminar umfasst 6 Zeitstunden und findet zwischen 09:00 und 16:30 Uhr statt. Während der Veranstaltung gibt es zwischendurch Pausen sowie eine Mittagspause, die in der Regel zwischen 12:15 und 13:15 Uhr stattfindet.
Für das Live-Online-Seminar nutzen wir die Plattform „Zoom“.
Technische Voraussetzungen
- Computer oder Laptop mit Internetzugang
- Lautsprecher und Mikrophon
- Kamera (wünschenswert)
Den Zoom-Link sowie die Zugangsdaten für die Seminarunterlagen erhalten Sie spätestens 3 Werktage vor Seminarbeginn per E-Mail.
Das Seminar wird von einem Mitarbeiter des Weinsberger Forums moderiert. Dieser unterstützt Sie auch bei technischen Problemen. Am Seminartag ist das Notfalltelefon ab 30min vor Seminarbeginn von einem Mitarbeiter des Weinsberger Forums besetzt. Die Durchwahlnummer erhalten Sie von uns in der E-Mail mit den Zugangsdaten.
Referenten
Silke Lehrmann
Sozialpädagogin (M.A.) & Supervisorin
Studium (M.A.) Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Bildung und B.A. Bildungs- und Sozialmanagement, Erzieherin und Heilpädagogin sowie zur Systemischen Beraterin & Supervisorin (SG) ausgebildet am IF Weinheim.
Tätig als freiberufliche Dozentin und Lehrkraft an Universität und Berufskolleg sowie als Supervisorin in Fall- und Teamsupervisionen.
Vorherige Berufserfahrung in der Leitung sozialer Einrichtungen, in der Fachberatung, der Projektleitung in der Kinder-und Jugendhilfe und der Abteilungsleitung eines Jugendamtes in NRW.
Aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte: Kinderschutzkonzepte sowie heilpädagogische und systemische Diagnostik.
Ort
Bei diesem Seminar handelt es sich um ein Online-Seminar.
Preise
Teilnahmegebühren
Seminar: 290,- € (umsatzsteuerfrei)
Reduzierter Preis: 261,- € (siehe Rabattsystem)
Rabatt
Ehemalige Teilnehmer erhalten einen Rabatt von 10% auf die Seminargebühr. Der Preisnachlass gilt ebenfalls für Teilnehmer, deren Firma/Institution/Behörde bereits als Kunde gelistet ist.
Melden sich zwei oder mehr Teilnehmer gleichzeitig an, erhält jeder einen Rabatt von 10% auf die Seminargebühr. Mehrfachbucher erhalten für das zeitlich darauffolgende 2. Seminar ebenfalls diesen Rabatt.