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Modul 2: Psychologische Grundlagen und Aspekte der Gutachtenerstellung im Kindschaftsrecht Berufsethik und innere Haltungen; mögliche Fallstricke

  1. Kontroverse: Lösungsorientierung vs. Statusdiagnostik
  2. Formale Aspekte
  • Rechte und Pflichten des Sachverständigen;
  • Befangenheit;
  • Beschaffenheit des schriftlichen Gutachtens in formaler Hinsicht
  1. Die Mindestanforderungen an die Qualität von Gutachten im Kindschaftsrecht
  2. Methodische Aspekte
  • Analyse des gerichtlichen Auftrags und ggf. Abänderungs¬notwendigkeit,
  • Anknüpfungstatsachen,
  • Entscheidungsschwellen, Formulierung der Untersuchungsfragen,
  • Untersuchungsplanung und Durchführung; Multimodaler Ansatz; explorativ – quantitativ – projektiv – Interaktionsbeobachtung: Besprechung wichtiger Verfahren sowie deren Vor- und Nachteile;
  • Einbeziehung fremdanamnestischer Angaben
  • Dokumentation der Untersuchungsergebnisse;
  • Formulierung Befund / Auswertung
  • Strategien zur Abfassung des schriftlichen Gutachtens;
  • schulenübergreifender Ansatz;
  • Toxikologische und (kinder-)psychiatrische Ergänzungsgutachten
  • Konfirmatorisches Hyothesentesten, Wahrnehmungs- und Beobachtungsfehler, wissenschaftstheoretische Aspekte
  1. Inhaltliche Aspekte: Auftragsschwerpunkte
  • Verfahren zur Kindeswohlgefährdung bzw. Erziehungsfähigkeit
  • Verfahren zum Lebensmittelpunkt von Kindern
  • Verfahren zu Umgangsregelungen im Kontinuum zwischen Umgangsverweigerung und Wechselmodell
  • Umgang eines Kindes mit seinem biologischen, nicht-rechtlichen Vater
  • Verfahren zur Auflösung des gemeinsamen Sorgerechts und Überführung in die Alleinsorge
  • Verfahren zur Rückführung von fremdplatzierten Kindern
  1. Inhaltliche Aspekte: Bedeutsame Sonderthemen
  • Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs im familienrechtlichen Kontext
  • Kindliche Suggestibilität und Folgerungen für die Explorationen
  • Kindlicher Wille
  • Hochkonfliktfamilien
  1. Handeln und Strukturen im Berufsalltag
  • Rezeption wichtiger psychologischer Konzepte und Forschungsergebnisse (Trennungs- und Scheidungsforschung, Traumaforschung, Bindungsforschung, Epigenetik, usw.)
  • Intervision und Peer-Review der eigenen Gutachten
  • Umgang mit Kritik am Gutachten, Gegengutachten, Befangenheitsanträgen
  • Familiengerichtliche Anhörung des Sachverständigen

Unterrichtsmethodik: Vortrag, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele