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Berufliche Betreuung

Was ist ein Beruflicher Betreuer?

Ein beruflicher Betreuer ist eine natürliche Person, die selbstständig tätig rechtliche Betreuungen führt. Betreuer regeln die Lebensbereiche, die betroffene Menschen teilweise oder vollständig nicht mehr alleine regeln können. Gründe dafür sind häufig körperliche oder psychische Einschränkungen. Nach § 1816 Absatz 1 BGB (ab 01.01.2023) bestellt das Betreuungsgericht einen Betreuer, der geeignet ist, in dem gerichtlich angeordneten Aufgabenkreis die Angelegenheiten des Betreuten nach Maßgabe des § 1821 BGB rechtlich zu besorgen und insbesondere in dem hierfür erforderlichen Umfang persönlichen Kontakt mit dem Betreuten zu halten.

Mögliche Aufgabenbereiche, in denen der berufliche Betreuer die betreute Person unterstützt, sind beispielsweise die Vermögenssorge, die Gesundheitssorge, Wohnungsangelegenheiten und das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Unter Umständen können auch eine Unterbringung und andere freiheitsentziehende Maßnahmen erforderlich sein.

Auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 12 kommen der Selbstbestimmung und Autonomie der betreuten Person eine besondere Rolle zu. Der Betreuer ist kein Vormund, sondern soll den Betreuten durch die Methode der unterstützten Entscheidungsfindung in seinem Willen und seinen Wünschen weit möglichst unterstützen und im Interesse des Betreuten agieren.

 

Gibt es einen Bedarf an Beruflichen Betreuern?

Die Gesellschaft altert und daher wird der Bedarf an Betreuung auf lange Sicht wahrscheinlich deutlich ansteigen. Einen großen Teil werden alte, demenzkranke Menschen ausmachen. Neben der Altersentwicklung und der Auflösung von Familienstrukturen weisen die Zunahme psychischer Erkrankungen auf einen steigenden Bedarf an Betreuern hin. Seit dem Inkrafttreten der Reform zum 01.01.2023 haben viele Alt-Betreuer ihre Betreuungen abgegeben. Die Behörden monieren das Fehlen von geeigneten Bewerbern. Daher ist der Bedarf an neuen Betreuern derzeit als hoch einzuschätzen.

 

Wie werde ich Beruflicher Betreuer?

Grundsätzlich kann jeder Betreuer werden, wenn er dafür geeignet ist. Seit dem 01.01.2023 ist die Registrierung bei der Stammbehörde erforderlich. Das Registrierungsverfahren geht mit einer Prüfung von Charakter, Zuverlässigkeit und bestehender Sachkunde einher. Diese Überprüfung soll sicherstellen, dass diejenigen, die als Berufsbetreuer arbeiten, die notwendige Integrität, Kompetenz und Verlässlichkeit für die Ausübung dieser verantwortungsvollen Aufgabe mitbringen.

Mit der Reform im Betreuungsrecht ist zum 01.01.2023 mit dem vorzulegenden Sachkundenachweis ein einheitlicher Qualitätsstandard in der Ausbildung neuer Berufsbetreuer geschaffen worden.

Weitere Informationen zur Sachkunde finden Sie hier.

Wir empfehlen grundsätzlich, dass Sie sich zunächst mit Ihrer Stammbehörde in Verbindung setzen.

 

Registrierung

Für die Registrierung sollten Sie sämtliche geeigneten Nachweise rechtzeitig zusammenstellen.

  • Führungszeugnis
  • Schuldnerverzeichnis
  • Nachweis über Berufshaftpflichtversicherung
  • Erklärung, ob Insolvenz-, Ermittlungs- oder Strafverfahren anhängig sind
  • Erklärung, ob in den letzten drei Jahren eine Registrierung als Berufsbetreuer versagt, zurückgenommen oder widerrufen wurde
  • Sachkundenachweise nach § 23 Abs.1 Nr.2 und Abs.3 BtOG

Was verdient ein Beruflicher Betreuer?

Für die Vergütung der Berufsbetreuer sind drei Vergütungsstufen in Abhängigkeit der jeweiligen Ausbildung vorgesehen.

  • Hochschulabsolventen erhalten die höchste Vergütungsstufe unabhängig des Studiengangs.
  • Berufsbetreuer mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung erhalten die mittlere Vergütungsstufe.
  • Berufsbetreuer ohne Ausbildung erhalten die niedrigste Vergütungsstufe.

Ein Nachweis der 11 Sachkundemodule hat keine Auswirkung auf die Vergütungsstufen.

 

Seminarangebot

Das Weinsberger Forum bietet seit über 25 Jahren Seminare zur "Ausbildung" und Fortbildung für freiberufliche Betreuer, Betreuungsbehörden und Betreuungsvereine an und arbeitet mit Experten im ganzen Bundesgebiet zusammen.

Unser derzeitiges Seminarangebot umfasst unsere zwei anerkannten Sachkundelehrgänge Beruflicher Betreuer sowie Fortbildungen für bereits tätige Berufsbetreuer und Seminare speziell für Behördenmitarbeitende.

 

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Seminar-Nr. Seminar-Bezeichnung Datum Ort
25 0091 Abendkurs - Sachkundelehrgang Beruflicher Betreuer Modul 1 - Betreuerbestellung und Zusammenarbeit mit dem Betreuungsgericht 03.02.2025 (Mo) –
06.02.2025 (Do)
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25 0088 Sachkundelehrgang Beruflicher Betreuer Modul 5 - Personensorge 2 05.02.2025 (Mi) –
06.02.2025 (Do)
Live-Online
25 0089 Sachkundelehrgang Beruflicher Betreuer für Hochschulabsolventen Modul 1 - Betreuerbestellung und Zusammenarbeit mit dem Betreuungsgericht 10.02.2025 (Mo) Live-Online
25 0004 Der psychotisch erkrankte Betreute 10.02.2025 (Mo) Live-Online
25 0092 Sachkundelehrgang Beruflicher Betreuer Modul 6 - Vermögenssorge 1 17.02.2025 (Mo) –
18.02.2025 (Di)
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25 0093 Kompaktlehrgang Sozialrecht 18.02.2025 (Di) –
19.02.2025 (Mi)
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25 0005 Persönlichkeitsstörungen mit Schwerpunkt Borderline 18.02.2025 (Di) Live-Online
25 0094 Sachkundelehrgang Beruflicher Betreuer für Hochschulabsolventen Modul 2 - Betreuungsführung 24.02.2025 (Mo) –
25.02.2025 (Di)
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25 0107 Sachkundelehrgang Beruflicher Betreuer Modul 7 - Vermögenssorge 2 04.03.2025 (Di) –
05.03.2025 (Mi)
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25 0111 Wie geht man mit Bescheiden um, vom Antrag bis zur Klage. 06.03.2025 (Do)
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25 0122 Krankengeld, was geschieht nach der Aussteuerung? 14.03.2025 (Fr)
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25 0108 Sachkundelehrgang Beruflicher Betreuer für Hochschulabsolventen Modul 3 - Recht der Unterbringung und der ärztlichen Zwangsmaßnahmen 17.03.2025 (Mo) Live-Online
25 0109 Kompaktlehrgang Betreuungsrecht und Praxis 24.03.2025 (Mo) –
28.03.2025 (Fr)
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25 0046 Zertifikatskurs Verfahrenspflegschaft in Betreuungs- und Unterbringungssachen 31.03.2025 (Mo) –
04.04.2025 (Fr)
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