Phänomen „Umgangsverweigerung“ – Möglichkeiten der Erkenntnis und der Abhilfe
Inhalt
Das Halbtagesseminar richtet sich insbesondere an Mitarbeitende des Jugendamts (ASD/Vormundschaften), ist aber ebenfalls für Verfahrensbeistände, Umgangspfleger, Umgangsbegleiter, Fachanwälte und Sachverständige in Kindschaftsverfahren gut geeignet.
Das Halbtagesseminar wird von einem Referenten mit juristischem Hintergrund (Richter beim Familiengericht) vor dem Hintergrund von dessen besonderem Interesse am interdisziplinären Austausch (Hospitationen bei der öffentlichen und freien Jugendhilfe; Angehöriger des Netzwerks Kinderschutz sowie Mitglied im Jugendhilfeausschuss) geleitet. Damit unterscheidet sich die Veranstaltung bewusst von anderen Seminaren. Die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Phänomens "Umgangsverweigerung" sollen so durch verschiedene Perspektiven beleuchtet werden.
In dieser Veranstaltung werden Einblicke in die Möglichkeiten der Erkenntnis der Verweigerung von Umgang (insbesondere des maßgeblich betreuenden Elternteils mit Blick auf den Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil) sowohl in der behördlichen als auch in der gerichtlichen Sphäre gegeben. In der Folge präsentiert der Referierende Optionen zur Begegnung dieser Problemstellung in unterschiedlichen Eskalationsstufen (eindringliche Ansprache, Meldung/Prüfung einer Kindeswohlgefährdung, gerichtliche Auflagen, gerichtliche Umgangsanordnung, Zwangsvollstreckung gerichtlicher Umgangstitel, Entzug der elterlichen Sorge, Fremdunterbringung des Kindes).
Dabei werden auf der Grundlage der unterschiedlichen Betrachtungsweisen der verschiedenen Professionen und Rollen werden dabei kindschaftsrechtliche Fallbeispiele aus der Praxis der Referierenden erörtert.
Dieses Halbtagesseminar ist allerdings auch und insbesondere darauf ausgelegt, konkrete Fallbeispiele aus der beruflichen Praxis der Teilnehmenden zu erörtern und aus den unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Die Teilnehmenden sind daher ausdrücklich eingeladen, im Vorfeld des Seminars, bis zwei Wochen vor Seminarbeginn, Kurzdarstellungen von Fällen aus ihrer eigenen Arbeit zu übermitteln, damit diese mit dem Referierenden und den übrigen Teilnehmenden – insbesondere zur Unterstützung bei der weiteren Bearbeitung dieser Fälle – diskutiert werden können.
Teilnahmebescheinigung
Nach Seminarende erhalten alle Teilnehmer innerhalb einer Woche eine Teilnahmebescheinigung per Email.
Ablauf
Das Halbtagsseminar umfasst 3 Zeitstunden und findet von 09:00 bis ca. 12:15 Uhr statt.
Für das Live-Online-Seminar nutzen wir die Plattform „Zoom“.
Technische Voraussetzungen
- Computer oder Laptop mit Internetzugang
- Lautsprecher und Mikrophon
- Kamera (wünschenswert)
Den Zoom-Link sowie die Zugangsdaten für die Seminarunterlagen erhalten Sie spätestens 3 Werktage vor Seminarbeginn per E-Mail.
Das Seminar wird von einem Mitarbeiter des Weinsberger Forums moderiert. Dieser unterstützt Sie auch bei technischen Problemen. Am Seminartag ist das Notfalltelefon ab 30min vor Seminarbeginn von einem Mitarbeiter des Weinsberger Forums besetzt. Die Durchwahlnummer erhalten Sie von uns in der E-Mail mit den Zugangsdaten.
Referenten
Jan Prinz
Richter am Amtsgericht Bottrop
Jan Prinz, LL.M., ist Richter am Amtsgericht in Bottrop, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum und Dozent an der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen. Er bildet darüber hinaus regelmäßig Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe fort.
Im Rahmen der Rechtsprechung ist er seit 2017 im familiengerichtlichen Dezernat und überdies als Güterichter tätig. Darüber hinaus prüft er in beiden juristischen Staatsprüfungen.
Jan Prinz kommentiert maßgebliche allgemeine Vorschriften des FamFG (§§ 23-37) im beckOGK. Darüber hinaus veröffentlicht er regelmäßig zu aktuellen familienrechtlichen Fragestellungen in juristischen Fachzeitschriften.
Ort
Bei diesem Seminar handelt es sich um ein Online-Seminar.
Preise
Teilnahmegebühren
Seminar: 170,- € (umsatzsteuerfrei)
Reduzierter Preis: 153,- € (siehe Rabattsystem)
Rabatt
Ehemalige Teilnehmer erhalten einen Rabatt von 10% auf die Seminargebühr. Der Preisnachlass gilt ebenfalls für Teilnehmer, deren Firma/Institution/Behörde bereits als Kunde gelistet ist.
Melden sich zwei oder mehr Teilnehmer gleichzeitig an, erhält jeder einen Rabatt von 10% auf die Seminargebühr. Mehrfachbucher erhalten für das zeitlich darauffolgende 2. Seminar ebenfalls diesen Rabatt.