Was ist ein Trauma? | Weinsberger Forum
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Kinder- und Jugendhilfe

Umgang mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen (und ggf. Eltern) mit und ohne Fluchterfahrung

20.11.2026 (Fr) | 80336 München
Seminarnummer: 26 0240

Inhalt

Fachkräfte der Jugendhilfe sind zunehmend mit psychisch belasteten und traumatisierten Kindern, Jugendlichen oder Elternteilen (mit oder ohne Fluchterfahrung) konfrontiert. Eine Traumatisierung ist eine „normale menschliche Reaktionsform auf unerträgliche Erlebnisse“ – das können Unfälle oder Naturkatastrophen sein, Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung in der Kindheit ebenso wie Erlebnisse von Krieg oder Flucht.

Das Seminar vermittelt auf verständliche Weise Grundkenntnisse über Traumafolgestörungen sowie Hinweise zum Erkennen und Einordnen von Traumasymptomatik. Darauf aufbauend wird konkretes Handwerkszeug zum stabilisierenden und ressourcenorientierten Umgang mit belasteten oder traumatisierten Kindern und Eltern vermittelt. Abschließend geht es um den Schutz vor eigenen Belastungen und Sekundärtraumatisierungen.

Inhalte:

  • Trauma: Grundlagen
    • Entstehung (Was kann ein Trauma auslösen?)
    • Traumatische Situationen (normale Stressreaktion / traumatischer Stress, was passiert im Gehirn?)
    • Entwicklung von Traumafolgestörungen: Ereignis-, Schutz- und Risikofaktoren
    • Symptomatik einer Posttraumatischen Belastungsstörung
    • Begleiterscheinungen (Komorbiditäten)
  • Besonderheiten
    • Trauma und Flucht
    • Traumatisierung in der Kindheit
    • Transgenerationale Weitergabe von Traumata
  • Traumapädagogische Empfehlungen
    • Traumasensible Haltung
    • Die eigene Einrichtung als „sicherer Ort“: traumapädagogische Gesichtspunkte der Einrichtungsgestaltung
    • Umgang mit Trigger-Situationen
    • Übungen zu Dissoziationsstopp, Reorientierung, Selbstberuhigung, Ablenktechniken, Achtsamkeit, Atemübungen, Visualisierungsübungen
    • Möglichkeiten der Stabilisierung / Ressourcenorientierung
    • Reflexion von Umsetzungsmöglichkeiten in der konkreten Arbeitssituation, Fragen, Fälle
  • Selbstfürsorge, Schutz vor eigenen Belastungen und Sekundärtraumatisierungen


Teilnahmebescheinigung

Nach Seminarende erhalten alle TeilnehmerInnen innerhalb einer Woche eine Teilnahmebescheinigung per Email.

Ablauf

Das Seminar umfasst 6 Zeitstunden. Tagungsablauf wie folgt:

  • 09:00 - 10:30 Vortrag
  • 10:30 - 10:45 Kaffeepause
  • 10:45 - 12:15 Vortrag
  • 12:15 - 13:30 Mittagspause
  • 13:30 - 15:00 Vortrag
  • 15:00 - 15:30 Kaffeepause
  • 15:30 - ca.17:00 Vortrag


(geringfügige Änderungen möglich)

Referenten

Ernest Martin

Ernest Martin

Diplom-Psychologe

Jahrgang 1970. Diplom-Psychologe, Integrativer Gestalt-Körpertherapeut, Ausbildung in integrierter Ehe- und Familienberatung mit psychoanalytisch-systemischer Orientierung.

Langjährige Tätigkeit in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe, Stadtteilkoordination und Durchführung von niederschwelligen Jugendhilfeprojekten, individuelle Begleitung traumatisierter Jugendlicher, Streetwork. Außerdem Berater in einer psychologischen Lebens-, Ehe- und Familienberatungsstelle der Diakonie in Hessen.
Seit 2012 Tätigkeit in eigener Praxis in Hückeswagen, Arbeitsschwerpunkte Psychotherapie, Paarberatung und Körperarbeit. Supervision bei verschiedenen Jugendhilfeträgern sowie freiberufliche Dozententätigkeit.

Dr. Dima Zito

Dima Zito

Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Traumatherapeutin und Systemische Supervisorin (SG),

Jahrgang 1970. Studium der Sozialpädagogik, in den 1990er-Jahren Tätigkeit in der entwicklungspolitischen Projekt- und Bildungsarbeit sowie längere Lateinamerika-Aufenthalte. Von 2003 bis 2022 Traumatherapeutin im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf (PSZ), Schwerpunkt Einzel- und Gruppentherapie und psychosoziale Beratung, Konzeptualisierung und leitende Durchführung von Projekten im Jugendbereich. Außerdem Forschungs- und Lehrtätigkeit mit den Schwerpunkten Trauma und Flucht. Promotion zum Thema KindersoldatInnen als Flüchtlinge in Deutschland. Seit Mai 2022 freiberufliche Tätigkeit als Supervisorin, Dozentin und Autorin.
Frau Zito ist Autorin mehrerer Fachbücher.

Ort

Tagungszentrum Kolpinghaus
München-Zentral

Tagungszentrum Kolpinghaus

Inmitten Münchens, direkt am Stachus liegt das Kolpinghaus München-Zentral mit seinem großen Festsaal und seinen Seminar- und Konferenzräumen. Durch die modernen Medienanlagen und die repräsentative Ausstattung ist es eine echte Alternative zu den großen Kongress- und Veranstaltungszentren in und um München.

Adolf-Kolping-Straße 1
80336 München

Telefon: 089 - 551 58 - 0
Fax: 089 - 551 58-160


www.tagungen-muenchen.de

Preise

Teilnahmegebühren

Seminar: 290,- € (umsatzsteuerfrei) + Tagungspauschale 39,- € (inkl. MwSt.)

Reduzierter Seminarpreis: 261,- € (siehe Rabattsystem)

Besonderheiten

In der Tagungspauschale sind, neben der Raummiete, auch die Tagungsgetränke und eine kleine Verpflegung in den Pausen beinhaltet. Seminarunterlagen sind im Seminarpreis inbegriffen und liegen in ausgedruckter Form bereit.

Rabatt

Ehemalige Teilnehmer erhalten einen Rabatt von 10% auf die Seminargebühr. Der Preisnachlass gilt ebenfalls für Teilnehmer, deren Firma/Institution/Behörde bereits als Kunde gelistet ist.

Melden sich zwei oder mehr Teilnehmer gleichzeitig an, erhält jeder einen Rabatt von 10% auf die Seminargebühr. Mehrfachbucher erhalten für das zeitlich darauffolgende 2. Seminar ebenfalls diesen Rabatt.

Unterbringung

Übernachtungen sind im Tagungshaus nicht möglich.

Aufgrund der zentralen Innenstadt-Lage finden sich jedoch Übernachtungsmöglichkeiten aller Preisklassen in der Umgebung. Siehe auch: http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/tourismus/touristeninformation.html

Preisänderungen vorbehalten.

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Diese wird für den Versand der Zugangslinks zum Zoom-Raum und zur Lernplattform benötigt.3

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Die Berufsbezeichnung wird dann zusätzlich auf dem Zertifikat, Qualifikationsnachweis oder Sachkundenachweis aufgeführt.
Beispiel: Soziale Arbeit (B.A.)
3. Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an, die nicht von mehreren Personen in Ihrer Institution verwendet wird. Die mehrfache Verwendung gleicher E-Mail-Adressen, führt zu einer Überschreibung der Teilnehmerkonten auf der Lernplattform.